Welches Unternehmen ist heute keine Tech-Company?

Christopher Watkins
Feb 17, 2017

Welches Unternehmen ist heutzutage noch keine "Tech-Company"? Ganz egal ob im Gesundheitssektor, Lieferservice oder in der Unterhaltungsbranche - heutzutage wird jedes Unternehmen zwangsläufig zur "Tech-Company".

Technologisches Fachwissen wird heutzutage längst nicht mehr nur von spezialisierten “Tech Companies” erwartet. Vielmehr befinden wir uns in einem Zeitalter, in dem sich eine Non-Tech-Firma von einer Tech-Firma nicht mehr klar abgrenzen lässt. Das liegt nicht zuletzt an den steigenden Erwartungen unserer Gesellschaft. Diese geben vor, dass sich ein klarer Wettbewerbsvorteil für denjenigen ergibt, der sich aktiv mit den neuesten Technologien auseinandersetzt. Was das für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bedeutet, erläutern wir im folgenden Artikel.

Rob Thomas, Vizepräsident bei IBM Analytics, schreibt in einem seiner Artikel: “Die Ära der Tech Company geht zu Ende. Jedes Unternehmen muss sich heutzutage zwangsläufig an die neuesten Technologien anpassen, um zu überleben.”

Die gezielte Erhebung und Auswertung von Daten ist mittlerweile Grundlage für die Entwicklung eines erfolgreichen Geschäftsmodells. Während im Zeitalter des “Pre-Data”-Managements wichtige Entscheidungen noch auf Erfahrungswerten basierten, die von Menschen evaluiert wurden, sind heute maschinelle Systeme auf dem Vormarsch, die dank Algorithmen lernfähig sind, und dem Menschen viele wichtige Aufgaben abnehmen. Hieraus ergibt sich zwangsläufig die Pflicht eines Unternehmens, sich die Macht des maschinellen Lernens und der Analytik wirtschaftlich zu Nutzen zu machen.

Im digitalen Zeitalter bestimmt der Kunde über den Erfolg einer Marke

Gerade wenn es um das Management von Kundenbeziehungen geht, stehen heutzutage vielerlei Lösungen bereit, die den gesamten Bereich der Marktforschung revolutioniert haben. So lassen sich beispielsweise mit Hilfe der sozialen Medien Kundenbedürfnisse und Kundenzufriedenheit in Echtzeit erheben und bedienen.

Rob Thomas und Greg Williams (stellvertretender Chefredakteur, WIRED Magazine) sprechen immer wieder vom Internet of Things (IoT) als treibende Kraft unserer heutigen Geschäftswelt. Thomas spricht in dem Zusammenhang von einer ernstzunehmenden Geheimwaffe, die Unternehmen zu mehr Produktivität im Wandel der Zeit verhilft. Williams schreibt unter anderem:

  • “Das digitale Zeitalter hat die Messlatte im Kundenbeziehungsmanagement immens erhöht.”
  • “Das IoT bringt enorme Möglichkeiten der Kundenansprache mit sich, weil dadurch schneller und präziser auf Kundenbedürfnisse eingegangen werden kann.”
  • “Heutzutage setzt die Kundenerfahrung die Maßstäbe für deine Marke.”

Die neuen Technologien lassen sich jedoch nicht nur im Bereich der Marktforschung und des Kundenbeziehungsmanagements gewinnbringend einsetzen. Auch im Rahmen der Produktentwicklung führt der Einsatz von Algorithmen immer wieder zu innovativen Lösungen. Williams spricht in puncto “maschinelles Lernen” dem Unternehmen Uber die Entwicklung eines der erfolgreichsten Geschäftsmodelle der letzten Dekade zu: “Uber als Unternehmen ist im Grunde ein Algorithmus.”

Weiterbildung am Arbeitsplatz

Sowohl auf Arbeitnehmer- als auch auf Arbeitgeberseite setzt die Anpassung an das neue digitale Zeitalter eine gewisse Leidenschaft für den Fortschritt voraus. So müssen Arbeitgeber dafür sorgen, dass:

  • Trainingsprogramme zur Verfügung gestellt werden, in denen sich Mitarbeiter selbstbestimmt weiterbilden können.
  • diejenigen Mitarbeiter ausgezeichnet werden, die schnelle Fortschritte machen.
  • sichergestellt wird, dass relevante Fachkenntnisse gezielt gefördert werden.

Die Ära der Algorithmen

Bei Udacity machen wir immer wieder die Erfahrung, dass die Faszination für Algorithmen zu einer hohen Nachfrage unserer Machine Learning und Self-Driving Car-Nanodegree-Programme führt. Auch für unseren kostenlosen Deep-Learning-Kurs interessieren sich regelmäßig tausende Kursteilnehmer. Allesamt Menschen, die für sich gezielt Wettbewerbsvorteile generieren möchten, unabhängig davon, ob es sich um Führungspersonal oder Angestellte handelt.

“Lebenslanges Lernen” als Schlüssel zum Erfolg

Technologisches Know-How ist im heutigen digitalen Zeitalter unverzichtbar. Für ein erfolgreiches Unternehmen bedeutet das konkret, den Schritt in Richtung “Tech-Firma” zu wagen, und sich entsprechend an die heutigen Gegebenheiten anzupassen. Arbeitnehmern ist anzuraten, ihr Fachwissen auf den neuesten Stand zu bringen. Ob du ein Machine Learning Engineer, Front-End Web Developer, App Developer oder Data Analyst bist - Fachkenntnisse werden immer mehr zu ausschlaggebenden Einstellungskriterien.

Dieser Artikel wurde zuerst auf unserem US Blog unter dem Titel Is There Really Such A Thing As A “Tech Company” Anymore? veröffentlicht.